Vom Caravan ins Luxus-Domizil

Der Großstadt entkommen, ist unser nächstes Ziel eine kleine Farm bei George im Süden des Landes. Dort hatten wir uns für zwei Wochen als Help-Exchanger angemeldet. Dank des gut ausgebauten Fernbusnetzes verläuft die Anfahrt schnell und komfortabel und am Busbahnhof holt uns unsere Gastgeberin Lorraine mit ihrem Jeep ab. Gemeinsam mit einer weiteren, holländischen HelpXerin fahren wir vom Meer in die Berge. Zwei Stunden später scheint es, als könnten es abenteuerliche 14 Tage werden. Denn die „Farm“ befindet sich am Ende eines einsamen Tales und besteht nur aus einer kleinen Hütte sowie mehreren, einfachen Caravans. Nach mehreren Wochen im Zelt sind wir glücklicherweise abgehärtet und entdecken schnell den Charme des Ortes.

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Unsere Aufgaben umfassen Bäume fällen und entrinden, die Reparatur einer Brücke, Gartenarbeiten, Pilze sammeln und als ein besonderes Großprojekt den Bau eines Wanderweges. Denn langfristig planen Lorraine und ihr Mann Touristen ins Tal zu locken. Die Arbeit ist zwar hart und wir fallen abends meist platt ins Bett, aber man freut auch über das Geleistete. Nur das zweimalige Zusammentreffen mit einer Giftschlange hätte unser Projekt beinahe abrupt beendet. Am Ende der zwei Wochen entspannen wir dann auf einem Vorgipfel und blicken stolz auf unseren „Wanderweg“ herab.

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Als nächstes stehen ein paar Tage in Knysna auf dem Programm. Hierher hat uns Dewet, einer unserer Mitreisenden vom Gelben Truck, ins Ferienhaus seiner Eltern eingeladen. Wobei sich das Ferienhaus bei unserer Ankunft schnell als absolutes Luxusdomizil entpuppte. Ein makellos gepflegter Garten mit Pool und Poolhaus, dazu eine riesige Vier-Zimmer-Wohnung. Das Highlight: ein Schlafzimmer 180°-Panorama-Blick auf die Knysna-Bucht und den Indischen Ozean – Wir fühlten uns wie im Himmel. Danke Dewet!!!

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Mit einem gemieteten Kleinwagen erkunden wir von unserer überirdischen Basis die Garden Route, einen der schönsten Küstenabschnitte Afrikas. Neben der Austernstadt Knysna sind es vor allem die wunderschön wilden Strände, die uns in ihren Bann ziehen. Dank eines toll ausgebauten Wegnetzes ist das Wandern einfach, auch wenn man dadurch natürlich nie allein ist. So auch nicht am Storms River, der schon am Parkplatz seinem Namen alle Ehre macht. Und am Ende mit einem Wasserfall ins Meer aufwartet.

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Die letzten Tage in Südafrika verbringen wir dann noch ganz entspannt mit Muschelsammeln, Muschelputzen, Muschelkochen und Muschelessen. Dazu herrliche Sonnenauf- und untergänge, Candlelight-Dinner und eine Wanderung mit einer wahrscheinlichen Hörung (leider nicht Sichtung) eines der extrem seltenen Waldelefanten. Dann ist unsere Zeit in Afrika abgelaufen und zurück geht es nach Kapstadt, wo wir beinahe unseren Flieger verpassen (was Franka alle Nerven raubte). Mittels Kletteraktion samt Gepäck aus einem versperrten Zug sowie dank unglaublich netter Südafrikaner und eines verrückten rasenden Taxifahrers schaffen wir es aber rechtzeitig zum Flugsteig und ab geht es zu einem Kurzbesuch nach Dubai…

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Ein Gedanke zu „Vom Caravan ins Luxus-Domizil

  1. Hallo Ihr Beiden,

    ich habe mir grade Eure sehr schoenen Fotos von Suedafrika nochmal angeschaut. Quasi als Vorfreude auf unseren Urlaub im November dort unten.

    Bild 55 ist glaube ich der Tintenfischpilz. Wurde auch in Europa eingeschleppt und hat sich auch hier weit verbreitet. Habe allerdings noch nie einen gefunden. Also wie sagt man so schoen: Glueckwunsch zum Erstfund!

    Wir wuenschen alles Gute zur bevorstehenden Geburt!

    Liebe Gruesse

    Juliane & Marcel

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