Vielseitiges Namibia

Kaum hatten wir die Eindrücke Botswanas in uns aufgesogen, da standen wir schon wieder in einem neuen Land – Namibia. Benannt nach der Namib-Wüste, die die gesamte Küstenlinie des Landes bedeckt, bot uns Namibia eine unglaubliche Vielfalt an Eindrücken. Los ging es mit einem großen Klumpen Weltraumschrott. Diesen konnte wir in Form des drei mal drei Meter großen Hoba-Eisenmeteoriten bewundern und besteigen. Ein einmaliges Erlebnis, denn wer hat schon einmal auf einem Meteoriten gestanden?

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Genauso außergewöhnlich ging es weiter. Wir fuhren in den Etosha Nationalpark. Im letzten großen Nationalpark auf unserer Liste wollten wir es noch einmal wissen. Ein Leopard musste her. Doch dieser blieb uns verborgen. Als „kleinen“ Ausgleich dafür durften wir aber live bei einer Gepardenjagd dabei sein. Genau vor unserer Nase zeigte das schnellste Landtier, was es so drauf hat. Eine unvorsichtige Thomsongazelle musste während dieser Präsentation aber leider ihr Leben lassen.

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Dann passierte das Undenkbare. Auf unserem Weg durch die Wüste blieben wir in einer Pfütze stecken! Ohne Allrad und Differential geht das manchmal schneller als gedacht. Wir nutzten die Fahrtpause, um mal wieder lustige Fotos zu schießen und uns zu entspannen. Nachdem wir vergeblich versucht hatten, den Truck flott zu kriegen, half uns ein Safari-Jeep. Dafür musste er aber mit seiner Heckscheibe bezahlen, als unser Fahrer den Jeep nach dem Herausziehen rahmte. Undank ist der Welten Lohn.

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Da wir durch unser Gepardenerlebnis auf den Geschmack gekommen waren, wollten wir mehr von diesem eleganten Raubtier haben. Am besten mit Streicheln. So war es ganz praktisch, dass sich ein Farmer der Gegend dem Schutz der Wildkatzen verschrieben hat und „Problemgeparden“ in einem Gehege aufnimmt. Außerdem gab es noch zwei handaufgezogenen Mietzekatzen. Hautnaher geht nicht. Übrigens schnurren die genauso wie ihre kleinen Vetter, nur lauter.

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Als nächstes schauten wir beim Himba-Stamm vorbei. Dieses halbnomadische Volk ist bekannt für seine knappe Bekleidung sowie die rotbraune Körpercreme, mit der sie sich einreiben. Die riecht übrigens recht streng, was aber wiederum Mücken fernhält. Wir durften uns etwa eine Stunde im Dorf aufhalten. Die andere Kultur zu sehen, war schon echt toll, doch irgendwie fühlte man sich schon als Eindringling. Aber das ist leider der Nachteil von Touristenrouten.

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Von den Himba ging es weiter in Richtung Küste. Auf dem Weg dorthin erwartete uns ein mystischer Ort. Die Spitzkoppe. Dieser 700 Meter hohe Inselberg aus rotem Granit steht mitten in der Wüste und sieht einfach nur genial aus. Nicht umsonst nennt man es das Matterhorn Afrikas. Zu seinen Füßen schlugen wir unser Lager auf und wanderten in der Sonnenuntergangsstimmung durch das Felslabyrint. Zu den wundervollen Felsformationen gesellte sich auch noch einer der grandiosesten Sonnenuntergänge unseres Lebens. Wir waren einfach nur glücklich. Und traurig, dass es am nächsten Morgen schon wieder weiterging.

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Das war noch nicht alles. Doch erstmal genug. Was noch passiert ist, dazu mehr im nächsten Blog. Bis bald.