Strandzeit

Der dritte Abschnitt unserer Kolumbien-Rundreise führte uns endlich ans geliebte Meer. Genauer gesagt, nach Bassilas an die Karibikküste. Dort hatten wir uns für ein paar Tage in ein Strandhaus eines Bekannten von Albertos Familie eingemietet, inklusive einer weiteren traumhaften Köchin. Noch traumhafter war natürlich der Strand vor der Haustür und etwa fünf Minuten nach Ankunft sprangen wir bereits ins angenehm warme Wasser, um bald darauf unseren ersten karibischen Sonnenuntergang zu genießen.

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Am darauf folgenden Tag ging es mit einem geliehenen Fischerboot zum Schnorcheln und danach zu einer Hotelinsel, um uns im schneeweißen Sand zu ahlen. Dabei entdeckten wir auch gleich einen Tauchshop, bei dem wir für den darauf folgenden Tag einen Termin machten. Während ich mit Alberto die artenreiche kolumbianische Unterwasserwelt erkundete, praktizierte Franka etwas Yoga und nach unserer Rückkehr gab es für alle super leckeren Fisch. Am Abend kamen ein paar Kids aus dem Dorf für eine kleine Tanzeinlage vorbei. Nach einem weiteren Strandtag mit fantastischem Sonnenuntergang drängte uns der straffe Zeitplan aber weiter, denn eine berühmte Hafenstadt wartete auf uns.

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Cartagena – Schon der Name versprüht das Flair vergangener Piratenzeiten. Und fährt man in die Stadt hinein, fallen sofort die riesige Festung und die noch immer größtenteils erhaltenen Stadtmauern ins Auge. Unser Apartment war glücklicherweise mitten in der Altstadt gelegen, sodass die Reise in die Jahrhunderte sofort beginnen konnte. Dank der engen Gassen mit oft wunderschönen Holzbalkonen fand man immer genug Schatten, um der mörderischen Hitze zumindest teilweise zu entfliehen.

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Der Hitze nicht entfliehen konnte man dagegen auf der Festung Cartagenas. Entsprechend schweißtreibend und kurz fiel deswegen die Begehung der alte Wehranlagen aus. Entspannter war dagegen ein Besuch im örtlichen Theater, bei der ein Nachwuchsorchester unter anderem auch deutsche Klassiker zum Besten gab. Am Abend schlenderten wir durch die romantische Altstadt und entdeckten die Statue von India Catalina, die Pocahontas von Südamerika. Dann hieß es erst einmal Abschied nehmen von Alberto, Paulina und Maximiliano, denn die flogen schon nach Medellin zurück, während wir noch ein paar Tage länger die Nordküste erkunden wollten.

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Denn hier wartete noch der berühmte Tayrona-Nationalpark auf einen Besuch. Doch bevor es auf die dreitägige Küstenwanderung ging, wanderten wir durch das bergige Hinterland. Dort gab es Wasserfälle, Kolibris und andere exotische Tiere zu entdecken. Dann hieß es aber ab in die Hitze, denn die Temperaturen in Tayrona betrugen um die 35 Grad. Entsprechend zäh zogen sich die Kilometer dahin, aber die Kombination aus Dschungel und wilder Küste waren jede Strapaze wert.

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Der Umkehrpunkt der Wanderung war eine wunderschöne Bucht, wo wir auch die erste Nacht zelteten. Während unseres Besuchs sahen wir mehrere Affenarten, tausende Krabben, Millionen von Blattschneideameisen und einen bunten Frosch, den wir mal lieber nicht anfassten. Dem Dschungel entkommen, ging es dann auch für uns mit dem Flugzeug zurück nach Medellin, wo wir noch zwei Tage mit lecker Essen und tollen Menschen verbrachten, bevor es zurück zur Arbeit und zum Kinderkriegen nach Deutschland ging.

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