Sozialkundeunterricht

Nach unserer Überfahrt durch das herbstliche Neuseeland in Richtung Ostküste haben wir in den letzten fünf Wochen mit fünf verschiedenen Familien zusammengelebt. Wir können nur sagen, dass man da ne ganze Menge dazulernen kann und Sozialwissenschaftler sowie Psychologen ihre reinste Freude hätten 😉 Die erste Familie war gleich ein Glücksgriff. Wir übernachteten nämlich bei einer Raftingfamilie in Geraldine! Und da war für ein wenig Extra-Arbeit auch ein White-Water-Rafting-Trip herausgesprungen 😉 Rangitata Rafts ist auch eines der besten Raftingunternehmen überhaupt, da man Schwierigkeitsgrade von 4 und 5 meistern muss, was ne Menge Fun und nasse Haut bedeutete.

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Danach ging es weiter auf eine wunderschöne Halbinsel in der Nähe von Christchurch. Hier wurden wir in einem 5-Sterne-Resort von der super lieben Susan mit täglich viel zu viel leckerem Essen verwöhnt. Richard nahm uns außerdem zum Netzfischen in seinem kleinen Boot hinaus. Dafür bauten wir für die beiden eine Mauer und nahmen sie zum Geocaching mit.

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Der nächste Stopp befand sich auf einer Farm mit Kühen, Rehen und Schafen. Wir lebten in einem wunderschönen Farmhaus, jedoch hing hier der Haussegen mal wieder schief. Die Konversation zwischen Bauer und Bäuerin bestand zu 50 % aus dem englischen 4-Buchstaben-Schimpfwort mit F. Gekreische, Gebrüll und Gequitsche inklusive. Dafür entschädigte das wilde Essen auf dem Tisch (Wildente und Reh) sowie unsere Erfahrungen beim Füttern der Tiere und dem Zuschauen beim Schafscheren.

Neuseeland-246Wir verließen das Haus ein paar Tage eher als geplant (aus genannten Gründen) und landeten gleich wieder einen Glückstreffer. Wir verbrachten 5 Tage auf einem wunderschönen riesigen Grundstück an der Steilküste. Der morgendliche Kaffee auf der Veranda mit Blick aufs Meer war wie ein Traum. Zudem war der interessant Besitzer (ein ehemaliger Yogi, der 5 Jahre in Rom lebte und nun eine Kunstgalerie betreibt) mit seiner lieben Freundin ein guter Ersatz für unsere streitenden Farmer.

Neuseeland-248Zur Zeit befinden wir uns auf dem Grundstück von preisgekrönten Fleischern. Diese sind gerade auf Urlaub und so kümmern wir uns um 5 Hunde, 5 Hennen (die täglich je ein Ei legen), 2 Pferde und eine Katze. Wir kommen uns nun auch schon wie Bauern vor, wenn wir in Gummistiefeln mit den Hunden über die Farm laufen bzw. mit dem Quad herum heizen.

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Das Wetter wird nun leider auch immer kälter und regnerisch und wir verbrachten viel Zeit mit Walnüsse knacken, puzzeln und Chutney kochen. Viel Fleisch und Würste befanden sich auch im Kühlschrank, die täglich vernichtet werden mußten. Hauptaufgabe war jedoch die weitere Reiseplanung, da unsere zahlreichen Bewerbungen ins Leere liefen und wir nun wahrscheinlich Neuseeland schon eher verlassen werden. Man darf gespannt bleiben!

2 Gedanken zu „Sozialkundeunterricht

  1. Na da will ich Euch beiden Hübschen doch glatt mal einen Kommentar hinterlassen.
    Ich hoffe, Ihr habt Eurer Farmleben überstanden und seid dem Winter gerade noch entkommen?
    Viele Grüße aus dem endlich sommerlichen Dresden

    Basic

  2. Irgendwie stockt der Blog hier ein wenig. 🙂 wie gehts euch beiden denn. Schon eingeschneit ??? Oder ist Fidschi zu schön ….

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