Schwimmende Inseln, Strickmänner und ein Sonnentempel

Nach unserer ersten Woche in Bolivien machten wir uns gleich auf nach Peru, dem Land der Inkas. Einmal um den Titicacasee herum ging es nach Puno, von wo aus wir die berühmten schwimmenden Inseln und die strickenden Männer besuchen wollten.

Die schwimmenden Inseln sind die Heimat des Indianerstammes der Urus, welche das am Ufer des Titicacasees im Überfluss wachsende Schilf nutzen, um sich daraus schwimmende Insel mitsamt Hütten und Booten zu bauen. Das ganze ist heutzutage natürlich eher eine Touristenattraktion, aber die bunte Schilfrepublik mitsamt Präsident war schon witzig anzuschauen.

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Eine noch größere Touristenshow erwartete uns dann aber auf der Isla Taquile, die dafür berühmt ist, dass sich die Männer um jegliche Hausarbeit drücken, außer ums Stricken, was sie dafür sehr gut beherrschen. Vor allem die Mützen sind eine Art Statussymbol. Wir durchquerten jedoch den Marktplatz schnurstracks in Richtung eines Caches, am anderen Ende der Insel mit wunderschönem Sandstrand.

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Diese Mission wurde uns dann fast noch zum Verhängnis, als wir schon zu spät zum Bootsanleger kamen und dann feststellen mussten, dass wir auf der falschen Seite der Insel waren. Der folgende Dauerlauf in 4.000 Meter Höhe war dafür aber ein gutes Training für später.

Nun ging es auf zur alten Inka-Hauptstadt, nach Cusco. Diese 800 Jahre alte historische Stadt musste leider stark unter der spanischen Zerstörungswut sowie Erdbeben leiden. Dennoch findet man immer noch zahreiche Erinnerungen an ihre indianische Zeit. Wir besuchten ein paar der schönen Museen der Stadt und aßen zünftig in der Imbissbude am Markt. Außerdem ging es in ein Kloster (Coricancha), welches über dem ehemaligen Sonnentempel der Inkas errichtet wurde.

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Auf vielfachen Wunsch meiner Reisegefährtin besuchten wir dann auch ein edles Restaurant, um einen kulinarischen Klassiker zu genießen: Meerschwein. Da ich früher ein solcheS quasi mit der Hand aufgezogen hatte, fiel es mir besonders schwer, dass etwas süßlich schmeckende Fleisch zu probieren.

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Vor unserer großen Bergtour rüsteten wir uns dann noch outdoormützenmäßig aus. Auch ein peruanischer Klassiker.

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Dann ging es endlich auf in Richtung Machu Picchu.