Liebe Engel und böse Buben – Der erste Monat auf der Nordinsel

Im wunderschönen Auckland angekommen, hatten wir das große Glück, bei den wundervollsten Couchsurfern der ganzen Stadt übernachten zu dürfen. Das ältere Pärchen Denise und John waren wie Eltern zu uns. Sie halfen beim Van-Kauf, der einige Zeit, Rumfahrerei und Nerven beanspruchte, wir schauten abends gemeinsam Videos und gingen zusammen Geocachen sowie in die Kneipe.
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Mit unserem neuen, fahrbaren Zuhause ging es dann ab Richtung Norden. Nicht weit von Auckland verbrachten wir ein paar Tage bei Graham, einem Freund von Denise und John. Dieser zeigte uns die Gegend und nahm uns an einem Abend zum lokalen Bowls-Turnier mit. Graham hatte zudem eine super organisierte Werkstatt, die wir zum Van-Ausbau nutzen konnten. So wurde in unser kleines Zuhause ein Schränkchen sowie ein großes Bett, welches als Tisch mit Bänken umwandelbar ist, fest eingebaut.

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Als stolze Tischler gönnten wir uns dann ein paar Tage Erholung, in denen wir die herrliche Küstenlandschaft erkundeten, Muscheln und Austern von den Ständen sammelten und fischten. Als wir jedoch gerade anfingen, uns von dem ganzen Stress der ersten zwei Wochen zu erholen, wurde in unseren Van eingebrochen und einige elektronische Geräte gestohlen. Dies beendete nicht nur unsere Fahrt in den Norden, da nun ein Polizeianzeige an stand und neue elektronische Geräte wieder besorgt werden mussten, sondern hinterließ in uns auch ein recht angespanntes Gefühl, was leider für die nächsten Wochen anhielt. Wir wussten zwar, dass in Neuseeland Einbrüche, besonders in Vans, normal sind, es jedoch an der eigenen Haut zu spüren, ist etwas ganz anderes. Und so wird uns in der ganzen Zeit in Neuseeland die Angst um unser Auto nicht mehr loslassen und jedes Mal, wenn wir zum Parkplatz zurückkehren, werden wir beide immer noch nervös, bis wir unseren „Elvis“ (ja, er hat einen Namen) wiedersehen.

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Ein wenig Ablenkung bereitete uns jedoch eine super liebe Familie mit drei kleinen Kindern in der Nähe von Whangarei. Auch diese besuchten wir auf Empfehlung von Denise und John und halfen ihnen beim Bau ihres wahnsinnig riesigen Hauses. So hatten wir kurz vor Weihnachten wieder das Gefühl, Teil einer Familie zu sein. Da die Fünf jüdischer Abstammung sind, erlebten wir sogar das jüdische Lichterfest Chanukka hautnah mit.

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Bevor wir auch diese Familie wieder verließen, unternahmen wir noch eine spannende Höhlenwanderung. Nach einigen 100 Metern, als kein Tageslicht mehr vorhanden war, bot sich uns bei ausgeschalteten Taschenlampen ein Sternenhimmel dar, welcher von hunderten von Glühwürmchen (nicht zu verwechseln mit der europäischen Käfervariante) erzeugt wurde. Der „helle“ Wahnsinn!

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Nun ging es jedoch erst mal zurück nach Auckland, da wir dort einige der gestohlenen Sachen wieder bestellt hatten, die nun auf ihre Abholung warteten. Unsere Laune war kurz vor Weihnachten, nach den ersten neuseeländischen Erlebnissen ein wenig niedergeschlagen, aber wir nutzten die Rückkehr nach Auckland gleich um einen ehemaligen Schulkameraden aus Görlitz zu besuchen, der sich nun in Auckland sesshaft gemacht hat. Seine liebe Freundin kochte für uns ein leckeres Abendessen und wir verbrachten zwei Nächte bei den beiden, bevor es weiter Richtung Süden ging.

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