Dunkle Höhlen und hohe Berge

Nach leider nur einer Woche bei einer weiteren supernetten Familie in Greymouth ging es schon wieder on the road. Als Einstieg machten wir eine Wanderung im Arthurs-Pass-Nationalpark zu einer einsamen romantischen Hütte in den Bergen. Wir waren umgeben von Tussockgraswiesen und wilden Wäldern und hatten einen fantastischen Blick ins Tal. Nachdem wir uns am Kaminfeuer ein leckeres Abendbrot gekocht hatten, ging es ins Doppelstockbett. Vorsichtshalber hatten wir uns Essen an einem Draht aufgehängt, da wir schon Mäuse vermuteten. Doch mitten in der Nacht wurden wir von einem Rascheln geweckt und als ich meine Lampe anschaltet und auf die hängende Essenstüte leuchtete, guckte mich frech eine Maus an und nach einem kurzen Indianerblickduell kletterte sie aus der Tüte und balancierte sowie hangelte sich am Draht zurück in ihr Versteck. Wie im Zirkus! Am kommenden Tag machten wir noch einen Abstecher zu einem Bergkamm und genossen den Blick auf die schneebedeckten Gipfel der neuseeländischen Alpen.

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Danach ging gleich auf zum nächsten Highlight, einer weiteren Höhlenwanderung, diesmal aber durch den durch die Höhle fließenden Fluss, dem Broken River. Das Ganze dauerte ca. eine Stunde und war super spannend. Und wir konnten endlich mal unsere Neoprenanzüge nutzen.

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Gleich darauf ging es zu den Castle Hills, einem Hügel mit riesigen, freistehenden Kalksteinfelsen, also einem echtem Kletterparadies. Nach einer kleinen Rundwanderung machten wir uns dann auf Richtung Edoras, der Hauptstadt der Rohaner aus den Herr-der-Ringe-Filmen. Dafür musste unser Elvis zwar 50 km Schotterpiste ertragen, doch es war es wert und beim Blick ins Tal fühlten wir uns ein bisschen wie Eowyn und Aragorn.
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Nach diesem Ausflug in die Welt der Mythen ging es weiter zu den beiden azurblauen Seen Tekapo und Pukaki, wo wir ein bisschen wanderten und das unglaubliche Farbenspiel im Wasser bewunderten. Dann wurde es Zeit für den Mt. Cook Nationalpark, benannt nach dem höchsten Berg Neuseelands. Am ersten Tag machten wir eine klettertechnisch anspruchsvolle Wanderung entlang des Tasman-Gletschers, dem längsten Neuseelands. Doch dies war nur die Einstimmung auf unsere große Bergsteigertour am kommenden Tag.

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An diesem erklommen wir nämlich den 1933 m hohen Mt. Olivier, mit Zwischenstop an der Mueller-Hütte. Auf dem Weg dorthin genossen wir einen leider etwas verhangenen Ausblick auf den Mt. Cook und beobachteten, wie riesige Lawinen vom naheliegenden Gletscher ins Tal stürzten. Der Rückweg war dann anstrengender und länger als erwartet und wir waren froh, gegen Abend in unseren kuscheligen Van krabbeln zu können.

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Am kommenden Tag besuchten wir noch kurz Queenstown, was uns nach all der genialen Natur nicht so vom Hocker riss und dann ging es weiter zur französischen Ziegenfarm.