El Condor pasa

Nach dem uns Betty bei einem vorhergegangenen Telefonat so schwärmerisch über den Colca-Canyon mit seinen Kondoren berichtet hatte, stand dieser Programmpunkt schon länger bei uns fest. Als Ausgangspunkt unserer Tour diente Arequipa, eine hübsche Stadt am Fuße eines Vulkans.

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Bei einer Stadterkundung entdeckten wir eine Wollmanufaktur, in der vom lebenden Lama bis zum fertig gewebten Stoff alles zu sehen war.

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Dann ging es mal wieder auf eine lange Busfahrt, welche uns nach Cobanaconde am Colca-Canyon brachte. Vor allem die Fahrt im übervollen, schrottreifen Bus auf der Schotterpiste entlang der Schluchtkante prägte sich tief in unser Gedächtnis ein.

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Nach einer Nacht in Cobanaconde ging es am kommenden Morgen zum Cruz del Condor, wo die größten Vögel der Welt jeden Morgen mit der Thermik der Morgensonne aus dem Canyon aufsteigen, um zu ihren Jagdgründen an der Küste zu segeln. Es dauerte auch nicht lange, da rauschten schon die ersten drei Meter Flügelspannweite über unsere Köpfe hinweg. Das Teleobjektiv war meist zu langsam, doch einige gute Fotos kamen trotzdem zustande.

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Als Abschluss unseres Perubesuchs stand ein Abstieg in den Colca Canyon an, quasi als Ausgleich für die nicht erfolgte Grand Canyon Wanderung. Es ging insgesamt ca. 1.000 Meter nach unten, doch als Belohnung erwartete uns eine wunderschöne, grüne Oase am ansonsten kargen Schluchtgrund, wo wir fleißig im Pool plantschten und entspannt am Feuer plauderten.

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Der Aufstieg am kommenden Tag war leichter als erwartet, was wir auch als gutes Zeichen in Punkto Höhenkondition deuteten (siehe später). Im Zuge einer wieder sehr langen Bustour ging es dann zurück nach Bolivien, wo uns noch viele weitere Abenteuer erwarten sollten.

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