Die Orang Utans von Sumatra

Als Auftakt unserer Asientour ging es nach Indonesien, genauer gesagt nach Sumatra . Nach einer eher schlaflosen Nacht auf dem Flughafen in Kuala Lumpur landeten wir in Padang, von wo wir gleich einen Minibus in die Berge nach Bukittinggi nahmen. Dort verschliefen wir gleich mal den restlichen Tag, was aber gut war, denn in der Nacht und am frühen Morgen legten die Muezzine der zahlreichen Moscheen des Ortes richtig los, sodaß an Schlaf nicht mehr zu denken war.
Da Bukittinggi selbst nicht wirklich einladend war, fuhren wir am kommenden Tag weiter an den Maninjau-See und lernten dabei gleich mal das Hauptproblem einer Sumatra-Reise kennen. Der Transport. Um ins ca. 40 km Luftlinie entfernte Maninjau zu gelangen, bedurfte es geschlagene 5 1/2 Stunden! Dieser Tag war also auch gelaufen.

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Aber dafür bot sich uns am kommenden Morgen ein toller Blick auf den wunderschönen Kratersee und wir verbrachten den Tag mit Geocachen und dem Beobachten der lokalen Fischer. Außerdem schlemmten wir richtig, denn für umgerechnet einen Euro für das Landesgericht Nasi Goreng war das echt preiswert. Dann war aber genug mit Ruhe und wir bestiegen diesmal einen Minibus zurück nach Bukittinggi. Der war zwar schneller, dafür fuhr der Fahrer noch extremer als der Normalindonesier.

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Unser nächster Stop war dann 20 Busstunden später der Toba-See, der größte Kratersee der Welt. Dort fuhren wir auf eine Insel, auf der wir einen Tag in einem absolut touristenentleerten Hoteldorf verbrachten. War irgendwie seltsam, all die Indonesier in ihren leeren Restaurants zu sehen. Obwohl der See echt schön war, zog es uns schon am nächsten Tag weiter, denn das Highlight unseres Sumatraaufenthaltes stand an, die Orang Utans von Bukit Lawang.

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Dieses Dorf am Rande des Gunung Leuser Nationalparks ist berühmt für seine Dschungeltouren mit Orang-Utan-Garantie. Den ersten Tag verbrachten wir jedoch in einer Fledermaushöhle.

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Wir unternahmen eine Dreitagesdschungeltour und gleich am ersten Tag sahen wir die roten Zottelaffen. Die meisten der Orang Utans, die man sieht, sind ehemalige „Kuscheltiere“ reicher Indonesier, die wieder ausgewildert wurden. Sie sind also an Menschen gewöhnt und kommen deshalb recht nahe. Zwei der Affendamen hatten auch kleine Babies, die natürlich die Stars des Tages waren. Am Abend des zweiten Tages besuchte uns dann noch eine weitere Orang Utan Lady in unserem Dschungelcamp und wir verbrachten Stunden damit, uns gegenseitig zu bestaunen.

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Neben den Menschenaffen gab es aber noch vieles mehr zu sehen. So bekamen wir auch noch Weißhandgibbons, Thomas-Langure, Schlangen, Schildkröten und Warane vor die Linse und lernten ein wenig über die Kautschuk-Gewinnung. Leider zeigte sich keiner der vom Aussterben bedrohten Sumatratiger.

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Als Abschluß unsere Sumatratour ging es noch auf den Sibaya-Vulkan, wo wir im ehemaligen Vulkankrater laut pfeifende Schwefeldampf-Fumarole bestaunten und berochen (mmmhhhh). Nach dem beschwerlichen Abstieg gönnten wir uns dann noch ein Bad in den naheliegenden Thermalquellen, bevor wir zurück nach Medan fuhren, wo wir am kommenden Tag unseren Flieger nach Java bestiegen.

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