Das weite Land – Zwei Wochen in Patagonien

Und wieder wurde ein Traum wahr: Patagonien, welches uns seit einem kurzen Blick in ein Fotobuch im Dresdner Globetrotter gefangen genommen hatte, lag vor uns. Wir hatten lange überlegt, ob wir unsere recht begrenzte Zeit und das enge Budget strapazieren sollten, doch der Ruf der endlosen Weite war stark. Und es lohnte sich.

Nach unserer Ankunft in Punta Arenas ging es gleich weiter nach Puerto Natales, dem Ausgangspunkt für unseren geplanten Besuch des Torres-del-Paine-Nationalparks (Nationalpark der blauen Türme). Dort waren wir erstmal über die enormen Bus- und Eintrittskosten geschockt , doch wir waren nun mal da, also wurde für den kommenden Tag der Bus in den Park gebucht. Auf unserer Busfahrt hellte sich dann endlich der bedeckte Himmel auf und wir konnten sogar die berühmten Türme sehen.

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Danach ging es auf einer Fähre zum Startpunkt unserer 6-Tages-W-Wanderung. Nach einem anstrengenden Wandertag wurden wir mit einem fantastischen Blick auf den Grey-Gletscher belohnt. Der Blick auf das riesige Inlandeisfeld war einfach grandios!!!

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Der nächste Tag war nicht weniger anstrengend und brachte uns, entlang fantastischer Berg- und Gletscherseen, an den Eingang des französischen Tals. Dort schlugen wir unser Nachtlager auf, während über uns ein Gewitter grollte. Von dort stiegen wir am folgenden Tag zum Camp Britania, am Ende des Tals, auf. Dabei bot sich ein umwerfender Blick auf einen weiteren Gletscher, diesmal aber am Fels.

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Während wir unseren Blick gerade über die Eismassen schweifen ließen, löste sich ein riesiges Eisstück und donnerte mit einer Lawine den Berghang hinunter. Das Gewitter des Vortags stellte sich damit als Gletscherabbrüche heraus. Beeindruckend.

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Am Camp Britania angekommen, begrüßten uns erstmal viele, völlig unerschrockene Waldmäuse, die sich sogar streicheln ließen. Nachdem wir unsere Speicherkarte vollgeknipst hatten, ging es auf den Rückweg, wobei wir von einem Schneesturm überrascht wurden, der noch die ganze Nacht anhalten sollte.

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Am kommenden Morgen ging es dann, auf einer schnell tauenden Schneedecke, weiter um das Torres-Massiv herum, in Richtung der berühmten Türme. Nach einer weiteren Nacht erreichten wir dann das Basiscamp für den Aufstieg zu den Torres, den wir gleich in Angriff nahmen. Leider war das Wetter etwas verhangen, aber man konnte die Felsnadeln trotzdem ganz gut erkennen, und sich vorstellen, wir schwierig der Aufstieg zu ihnen wohl ist.

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Am letzten Tag ging es dann zurück zum Parkeingang, wo wir von einem Bus aufgesammelt wurden, der uns nach Puerto Natales brachte, von wo wie gleich nach Punta Arenas zurückfuhren. Und von dort ging es wiederum weiter auf das Feuerland nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt.