Auf alten Inkapfaden – Wanderung nach Machu Picchu

Da wir nicht einfach mit dem Zug nach Machu Picchu fahren wollten, sondern uns dieses neue Weltwunder schon verdienen mussten, buchten wir eine fünftägige Wandertour auf einem alten Inkapfad über den 4.650 Meter hohen Salkantaypass. Wir hatten eine echt lustige Truppe abbekommen und das schönste war, man brauchte kaum Gepäck tragen.

So wanderten wir, von ca. 3.500m startend, in ein wunderschönes Andental hinein. Unser erstes Nachtlager schlugen wir dann gegen Abend auf ca. 4.000m auf, was eine sehr kalte Nacht bedeutete. Am kommenden Morgen erwachten wir mit Blick auf den noch etwas nebelverhangenen Salkantay.

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Nun ging es steil bergan, doch die fantastische Bergkulisse machte jegliche Anstrengungen wett und nach etwa drei Stunden Kampf standen wir gemeinsam auf dem höchsten Punkt unserer Tour, dem Salkantaypass. Dort wurden fleißig Fotos geschossen sowie eine kleine Steinpyramide zu Ehren der Berggötter errichtet.

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Nun ging es stetig bergab bis wir in ein tiefgrünes Dschungeltal eintauchten und die Temperaturen von polar zu tropisch wechselten. Unser zweites Nachtlager hatte einen wunderschönen Blick in ein grünes Flusstal. Die dritte Etappe führte uns dann zurück in die Zivilisation, nach Santa Theresa und nach ein affenstarkem Abendbrot ging es dann noch zu heißen Quellen inklusive tausenden Stechmücken.

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Am vierten Tag fuhren wir erstmal total un-inka-haft mit dem Bus, um danach entlang der Zuggleise nach Aquas Calientes zu wandern, was sich als seeeeehr anstrengend erwies. Außerdem musste man bei jeder Tunneldurchquerung aufpassen, nicht vom Zug erwischt zu werden. Aber gegen Nachmittag kamen wir wohlbehalten im Ort an, wo uns sogar ein Hotelbett erwartete, welches gleich zu einem ausgiebigen Schläfchen genutzt wurde.

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Dann war es endlich soweit: Machu Picchu sollte „erobert“ werden. Auch hier wählten wir die altertümliche Methode, d.h. zu Fuß die ca. 500 Höhenmeter zu bewältigen. Wir begannen unseren Aufstieg gegen 5 Uhr in der Früh, um noch eines der begehrten Tickets zum Felsgipfel zu ergattern. Kurz nach Sonnenaufgang durften wir dann endlich die berühmte Inkastätte betreten und nach einer kurzen Tour ging es ans Foto schießen. Leider war uns der Wettergott nicht ganz so hold und ein blauer Himmel blieb uns verwehrt. Nichtsdestotrotz hatte dieser Ort eine magische Ausstrahlung, die wir einfach auf uns wirken ließen (nach den ca. 200 Fotos).

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Am Nachmittag ging es dann ganz edel im Inkaexpress zurück in Richtung Cusco von wo wir auch gleich einen unserer geliebten Nachtbusse nach Arequipa nahmen.