Kenia

Welcome to Africa

„Karibu“, „Willkommen“ ist eines der ersten Wörter, das man in Afrika lernt. Denn trotz aller Armut sind die Menschen hier unglaublich offen und freundlich und oft strahlt uns ein breites weißes Lächeln entgegen. Viele Menschen, doch vor allem die Kinder, winken uns freudig zu, wenn wir mit unserem gelben Truck durch die Lande fahren. Das heißt, trotz aller Sicherheitsbedenken fühlt sich Afrika einfach toll an.

Kenia-20

Ach ja, der gelbe Truck, unsere Heimat für die nächsten 73 Tage, ist ein umgebauter Scania-LKW mit 28 Sitzplätzen. Die Seitenplanen können komplett geöffnet werden, sodaß sich ein herrlicher Blick auf die Landschaft bietet und wir bei den zahlreichen Safaris die Tiere hautnah erleben können. Und, wie schon angesprochen, hebt diese Offenheit auch einigermaßen die Trennung zwischen den Menschen auf der Straße und uns Touristen auf. Nun aber mehr zu unserem ersten Land: Kenia.

Kenia-6

Der Startpunkt unserer Reise war die Hauptstadt Nairobi, wegen der hohen Kriminalitätsrate oft auch Nai“robery“ genannt. Dort verbrachten wir dank unseres supernetten Couchsurfing-Kumpels Karl drei schöne und entspannte Tage. Er holte uns extra vom Flughafen ab, hatte für uns sogar ein neues Bett besorgt und zeigte uns und Freunden einen kleinen Ausschnitt Nairobis. So führte Karl uns am ersten Abend in die kulinarischen Grundlagen Kenias ein, wobei diese eher simpel ausfielen. Die Hauptspeise in Kenia ist Ugali, eine eher geschmacksneutrale Masse aus Maismehl und Wasser, gereicht mit Gulasch oder Fisch. Danach ging es noch in eine Bar mit Livemusik und Tanz.
Am darauffolgenden Tag zeigte uns Karl seinen Arbeitsplatz, die Internationale Schule von Nairobi. Ein beeindruckendes Gelände, gesichert wie eine Botschaft. Denn Raubüberfälle und Einbrüche sind in der Hauptstadt an der Tagesordnung und unser Gastgeber hatte uns dementsprechend auch ein paar haarsträubende Geschichten zu erzählen. Den warmen Abend genossen wir dann in einem wahnsinnig leckeren äthiopischen Restaurant.

Kenia-1

Nachdem wir am letzten Tag noch einen lokalen Markt erkundet und etwas am Pool entspannt hatten, waren unsere ersten Tage schon herum und auf ging es zum Heron Hotel, dem Treffpunkt für unsere Tour. Dort lernten wir unsere vorerst 13 Mitfahrer sowie unseren Guide Kanyo und den Fahrer Dixon kennen. Wie sich herausstellen sollte, alles supernette Leute. Unser erstes Ziel war die Masai Mara, einer der größten Nationalparks Kenias. Benannt nach den Hauptbewohnern dieses Gebietes, bietet das „Land der gepunkteten Hügel“ (Mara) alles, was das Safariherz begehrt. In der Regenzeit bevölkern Millionen von Gnus, Zebras und Büffeln die weiten Savannen der Mara, verfolgt von Löwen, Geparden und Leoparden. Da wir leider in der Trockenzeit vorbeischauten, hielt sich die Zahl der Tiere in Grenzen. Doch auch der Anblick einer Büffelherde mit 200 Tieren war beeindruckend. Und schon während der ersten Safari unseres Lebens sahen wir vier der „Großen Fünf„. Nur der Leopard blieb und bleibt weiterhin unentdeckt.

Kenia-4
Kenia-18

Mit hunderten Tierfotos auf der Kamera ging es weiter in ein Massai-Dorf, wo uns die Lebensweise dieses in ganz Ostafrika verbreiteten Stammes näher gebracht wurde. Die bunten Kleider und der berühmte Sprung-Tanz waren nur zwei von vielen bleibenden Eindrücken bei unserem Besuch. Die Hauptnahrungsgrundlage der Masai ist übrigens ein Mix aus Kuhmilch und Kuhblut, quasi wie Erdbeermilch. Zum Abschluss ging es noch in die benachbarte Schule, bei der wir den Kindern ein bißchen beim Lernen zuschauen konnten.

Kenia-26
Kenia-31

Unser nächstes Ziel war der Naivasha-See, an dessen Ufern wir zwei sehr entspannte Tage mit Vogelbeobachtung und Fotoorganisation verbrachten. Am Seeufer befinden sich übrigens tausende Gewächshäuser, in den Rosen für Europa gezüchtet werden. Danach ging es weiter zum salzigen Nakuru-See, berühmt für seine bis zu 1,5 Millionen Flamingos. Aufgrund von starken Regenfällen war der See jedoch „verwässert“ und die Algennahrung der Flamingos deshalb größtenteils abgestorben. So sahen wir nur einen kleinen Teil der pinken Pracht. Dafür wurden wir aber mit vielen vielen anderen Fotomotiven verwöhnt, unter anderem auch mit Nashörnern, Löwen und Pavianen. Vorerst gesättigt von Tiererlebnissen ging es dann weiter zur kenianisch-ugandischen Grenze, an der wir gerade die letzten Zeilen dieses Blogs schreiben…

Kenia-32
Kenia-48

4 Gedanken zu „Welcome to Africa

  1. Habt ihr auch dem Adapter dabei? 🙂
    Wir wünschen euch noch ein "Bikkie" Spass!
    Grüsse Steffi, Gustav und Guido

  2. Yo, "Hummeldumm" haben wir auch gelesen. Hoffentlich habt Ihr nettere Reisebegleiter 🙂

    Afrika ist toll! Wir wuenschen Euch noch viele schoene Erlebnisse.

    Juliane & Marcel

  3. ja die Bilder lassen die Kälte hieer ganz schnell vergessen – trotzdem gehts nächste Woche wieder zum Boarden, ätsch ;o)

    Weiterhin unvergessliche Erlebnisse wünscht euch Jörg

Kommentare sind geschlossen.