Australien

Wandern unter Wasserfällen – Im Lamington und Springbrook Nationalpark

Welten wie aus einem National Geographic Magazin – so könnte man den Lamington und den Springbrook Nationalpark wohl am besten beschreiben. Vollgestopft mit Tieren in einer einzigartigen Naturlandschaft kann man hier neben, über und unter Wasserfällen wandern. Ein Paradies für Naturliebhaber wie die Weltengugger. Einziges Manko: Die Anfahrt. Denn beide Nationalparks sind nur über Sackgassen-Straßen zu erreichen, wobei vor allem die „Kletterpartie“ auf das O’Reilly-Plateau des Lamington-Nationalparks für unseren Kifaru ein echte Herausforderung darstellte. Doch unser Ziel war jede Spitzkehre wert. Aber seht selbst.

Von einem schönen, preiswerten Campingplatz direkt im Herzen des Lamington Nationalparks starteten wir unseren ersten Tag mit Vögeln. Vielen Vögeln. Normalerweise untersagt, dürfen hier Kakadus & Co. von Touristen gefüttert werden. Und da genug Futter auf dem Boden liegen bleibt, konnten wir auch ein paar Vögel anlocken. Noch schöner als halbzahme Papageien auf den Köpfen ist jedoch die Begegnung mit Wildtieren. Und auch davon kamen viele während unseres ersten kurzen Ausfluges in den Park vor die Linse. Der Höhepunkt des Tages war jedoch der Tree-Top-Walk, bei dem man über Hängebrücken und Leitern zwischen den Baumwipfeln entlang spaziert.

Am kommenden Tag hatten wir uns die knapp zwölf Kilometer lange Tageswanderung „Box Forest Circuits“ vorgenommen. Nachdem wir unser Frühstück unfreiwillig mit frechen Papageien geteilt hatten, ging es ab in den tiefgrünen Gondwana Regenwald. Der Weg war gesäumt von riesigen Bäumen, manche davon komplett von Würge-Feigen umschlossen. Auf dem Weg passierten wir insgesamt drei Wasserfälle, wovon einer schöner als der andere war. Entsprechend lange verweilten wir an den rauschenden Kaskaden, sodass wir erst am späten Nachmittag zum Zeltplatz zurückkehrten. Nach einem kurzen Ausflug auf dem Python-Rock-Wanderweg am nächsten Morgen fuhren wir die zwei Tage zuvor gemeisterten Serpentinen wieder herunter, nur um kurz darauf wieder steil nach oben in den Springbrook Nationalpark vorzustoßen.

Hier setzte sich das wilde Dschungelambiente fort, jedoch noch erweitert mit der Möglichkeit, entlang des Twin Falls Circuit unter mehreren Wasserfällen hindurchzuwandern. Ein einmaliges Erlebnis, auch wenn wegen des (zum Glück) geringen Niederschlages die herabstürzende Wassermenge eher gering war. Doch selbst wenn es nicht regnet, bringen Morgennebel immer wieder Feuchtigkeit in die Wälder, sodass mancherorts alles mit einer dicken Moos- bzw. Flechtenschicht überwuchert ist. Diese Zauberwaldstimmung in Bilder einzufangen ist leider schwierig, doch wir haben unser Bestes gegeben.

Auch der letzte Stop unserer Reise war fotografisch gesehen, herausfordernd. Die Natural Bridge ist ein Wasserfall der in eine Höhle hinein stürzt. So während man im Dämmerlicht steht, schießt ein sonnengetränkter Wasserstrahl durch die Höhlendecke. Manch einer nutzte dieses einmalige Ambiente, trotz Verbotes, auch gleich für ein kurzes Bad. Da wir den Nationalparksregeln jedoch folgten, beließen wir es beim Anschauen. Doch ein nah gelegener Creek (Fluss/Bach) bot dann doch noch eine legale Möglichkeit zur Abkühlung und für India’s erste Fluss-Surf-Erfahrung.

Die restlichen Bilder zu unserem Dschungeltrip findet ihr hier: Im Lamington und Springbrook Nationalpark

Nach diesen fünf action-reichen Tagen setzten wir dann aber wieder Kurs auf das Haus unserer Freunde in Federal, wo wir Weihnachten, Steffens Geburtstag und Neujahr verbringen sollten. Wie diese drei Jahreshöhepunkte auf australische Art begangen wurden, seht ihr in unseren nächsten Blog…