Australien

Von Dorrigo nach Dubbo – Regenwald, Wasserfälle und Elefanten

Nach unserer wundervollen Zeit und dem entspannten Rutsch ins neue Jahr in Federal, einem der schönsten Orte Australiens, waren wir wieder voller Energie und Tatendrang den fünften Kontinent weiter zu erkunden. Entsprechend konnten wir es kaum erwarten, endlich mit Kifaru auf Reisen zu gehen. Unser erstes Ziel: Dubbo, eine Kleinstadt im Landesinneren, wo wir wieder einmal lieb gewonnene Reisefreunde besuchen wollten.

Um die ca. 900 km lange Reise für India so entspannt wie möglich zu gestalten, hatten wir drei Zwischenstopps eingeplant. Der erste Halt war in der Nähe von Dorrigo, einem kleinen Örtchen inmitten der berühmten Gondwana-Regenwälder Australiens, die seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes sind. Da unser Zeitplan leider recht eng gestrickt war, stand uns dort nur ein Tag zur Verfügung, den wir mit drei kurzen Wanderungen durch den kolonial geprägten Ort, zum städtischen Wasserfall und in den nahe gelegenen Regenwald verbrachten.

Der nächste Übernachtungsort befand am Ende einer kilometerlangen Schotterpiste, die unserem alten Van einiges abverlangte. Doch Kifaru brachte uns wie immer sicher ans Ziel und der Cathedral Rock Nationalpark machte die anstrengende Fahrt locker wieder wett. Denn die riesigen, 270 Millionen Jahre alten, Granitkugeln, die dem Park den Namen verleihen, bildeten einen spannenden Kontrast zu dem nahe gelegenen Regenwald. Wie von einem Riesen aufeinander getürmt, ragten die Felsen über 200 m aus dem umliegenden Eukalyptusdickicht heraus. Doch der schönste Teil des Tages sollte der Abend werden, an dem wir zu dritt am Lagerfeuer Gute-Nacht-Geschichten lasen, während uns die einheimischen Wallabys besuchten.

Die letzte Etappe nach Dubbo war dann der Waterfall-Way, eine Straße gesäumt von kleinen und großen…ja…Wasserfällen. Eine der eindrucksvollsten Kaskaden, der Wollomombi-Wasserfall, wurde mit seiner über 100 Meter Höhe lange Zeit als der höchste Australiens gehandelt, doch neueste Berechnungen setzen ihn nun auf den 2. bzw. 3. Platz. Nichtsdestotrotz war der Anblick dieses tiefen Einschnitts in das Hochland ein unvergesslicher Anblick, vor allem in Kombination mit dem Chandler-Wasserfall im Hintergrund. Nach einer weiteren Nacht im Van in einem kleinem Dorf entlang der Wegstrecke und einem morgendlichen „Bad“ im einem tollen Splash-Park in Armidale, erreichten wir dann endlich das Haus von Bec und Mark in Dubbo.

Die beiden Tierpfleger hatten wir bei unserem Afrikatrip kennengelernt und sofort ins Herz geschlossen. Entsprechend schnell fühlten wir uns bei ihnen wie zuhause und freuten uns auf die gemeinsamen Tage. Diese sollten uns vor allem an die Arbeitsstätte von Bec und Marc führen, den berühmten Taronga Western Plains Zoo. Dieser riesige Tierpark nutzt einen großen Teil der savannenähnlichen Landschaft Dubbos, um dort neben den bekannten australischen Arten vor allem afrikanische Tiere zu präsentieren. So sollten wir in den beiden folgenden Tagen ausgiebig Giraffen, Elefanten und Nashörner zu sehen bekommen.

Unser großes Glück dabei: Den ersten Tag bekamen wir eine VIP-Tour. Diese startete mit der Handfütterung von Bec‘s geliebten Elefanten, und selbst India traute sich sehr nahe an die sanften Riesen heran (auf Papas sowie Mamas Arm). Nach langen Rüsseln waren es dann die langen Zungen der Giraffen, die uns die Karotten aus der Hand schnappten, gefolgt von den langen „Fingern“ der Erdmännchen, die auf unserem Schoß Platz nahmen. Nach weiteren Streicheleinheiten für Schlangen, Echsen, Koalas, Fuchskusus, Ameisenigel und Tasmanischen Teufeln (okay, Letztere haben wir nur angeschaut), war unser erster Zoo-Tag schon vorbei.

Am nächsten Tag machten wir uns, trotz 42 Grad Hitze, noch einmal auf den Weg durch das weitläufige Gelände des Tierparks und entdeckten ein süßes Nashornbaby sowie streichelzahme Wallabys. Außerdem lernten wir, wie Nilpferde ihre riesigen Zähne geputzt (und gefeilt) bekommen und das Galapagos-Schildkröten fast 200 Jahre alt werden können. Die lustigen Spielereien der Klammeraffen und Gibbons begeisterten vor allem India und zum Schluss hatten wir noch ein hautnahes Treffen mit dem Strauß Australiens, dem Emu.

Hier gibt es alle Bilder zum Beitrag im Überblick: Dorrigo, Dubbo und Taronga Zoo

Abgekämpft und durchgeschwitzt freuten wir uns dann aber auf ein kühlendes Bad und fanden dies auch in Dubbo in Form eines Wasserspielplatzes. Hier wurde kräftig herumgetollt, bevor es zum Abendessen zu Bec und Mark ging. Dann war unsere Zeit mit diesen beiden tollen Menschen auch schon wieder vorbei und wir packten unsere Sachen in Kifaru für die nächste Etappe, an deren Ende uns wieder sehr gute Freunde erwarten sollten. Doch mehr dazu im kommenden Bericht…