Uganda

Die Quelle des Nils

Nach einem erfreulich unkomplizierten Grenzübergang erreichten wir unser zweites afrikanisches Land, Uganda. Schon auf der Fahrt zu unserem ersten Campingplatz stellten wir eine Veränderung fest. Die Landschaft färbte rot und grün, dank der fruchtbaren (roten) Erde ist Uganda wundervoll grün. Doch auch die Lebensumstände der Menschen änderten sich und wirkten deutlich ärmer. So sahen wir zum Beispiel mehr Strohhütten als feste Häuser. Doch auch hier winken uns die Kids freudig lachend vom Straßenrand zu.

Unser erstes Ziel in Uganda hieß Jinja, eine kleine Stadt am Nordufer des Viktoria-Sees, vor allem berühmt als Quelle des Nils und für das breite Angebot an Abenteuersportarten. Doch da unser Budget klein ist und wir Quad-Biking und White-Water-Rafting schon in Neuseeland erleben durften, entschieden wir uns für die eher normalen Aktivitäten. So lernten wir den Nil etwas näher beim Schwimmen und Paddeln kennen.

Außerdem betätigten wir uns etwas als „Entwicklungshelfer“ beim Softpower-Projekt, einer lokalen Hilfsorganisation, die Schulen und Hospitäler unterstützt. Unser Auftrag war das Bemalen einer Dorfschule und sich ein wenig mit den Kindern zu beschäftigen. Das Hauptproblem im Land besteht weiterhin in der sehr geringen Anzahl der Lehrer, die meist extrem unterbezahlt und häufig auch schlecht ausgebildet sind. Uganda, mit einer der höchsten Geburtenraten weltweit, wimmelt von Kindern und diese müssen ausgebildet werden, um dem Teufelkreis der Armut entkommen zu können. Also, wer Interesse hat, kann sich gern auf der Softpower-Webseite informieren.

Von Jinja ging es weiter um den Viktoriasee herum in Richtung Entebbe. Auf dem Weg überquerten wir noch einmal den Äquator und ließen uns dort mit einem kleinen Wasser-Experiment die unterschiedliche Wirkung des Corioliseffekts zeigen. Aktuell dreht sich das Wasser übrigens wieder im Uhrzeigersinn. In Entebbe sollte sich unsere Gruppe um vier weitere Mitfahrer auf 24 erweitern, d.h., es wurde eng im Truck. So nutzten wir in Entebbe die Gelegenheit einfach nur zu zweit durch die Stadt zu schlendern und ließen die afrikanische Kultur und die riesigen Marabu-Störche auf uns wirken.

Der nächste Stopp war der Queen Elizabeth Nationalpark, an den Ufern des Edward- und Georgsees gelegen. Die beiden Seen sind durch einen natürlichen Kanal verbunden und eine Bootssafari darauf sollte uns die Tierwelt an den Ufern näherbringen. Auf dem Weg zum Bootssteg wurden wir jedoch erstmal von einer riesigen Elefantenherde aufgehalten, die natürlich Vorfahrtsrecht hatte und dieses auch einforderte. Vom Boot aus sahen wir dann zahlreiche weitere Elefanten, doch am spannendsten waren die hunderten Nilpferde, die sich, zusamme mit Büffeln, im kühlen Wasser entspannten. Trotz des ein oder anderen Nilkrokodils in der Nähe.

Zum Abschluss unseres Uganda-Aufenthaltes gingen wir noch auf Schimpansensuche im ugandischen Regenwald. Mit einer Rangerin kämpften wir uns durch den dichten Dschungel, immer das Fernglas im Anschlag, aber leider blieb uns der Anblick unserer engsten Verwandten verwehrt. Doch mit der Aussicht, bald die größten aller Menschenaffen hautnah erleben zu dürfen, konnten wir diesen Rückschlag verkraften. So machten wir uns auf nach Ruanda…