Laos

Laos – Flussfahrten und Dschungelcamp

Nach einer etwas chaotischen Abreise aus der trüben Grenzstadt Vinh kamen wir nach 20 Stunden Busfahrt endlich in Laos Hauptstadt Vientiane an. Nach dem recht hektischen Vietnam waren wir erstaunt und erfreut über die entspannte Atmosphäre auf den Straßen. Wenige Menschen, kein Gehupe, lächelnde Gesichter – einfach herrlich! Nach einem extrem scharfen Papayasalat schlenderten wir noch etwas am beeindruckenden Mekong entlang und genossen den Sonnenuntergang.

Laos-2 Laos-3Da es in der Hauptstadt aber nicht viel zu sehen gab, fuhren wir schon am darauffolgenden Tag weiter in den Norden, nach Vang Vieng. Dieser kleine Ort am Ufer des Flusses Nam Song ist vor allem für eins berühmt, das sogenannte Tubing. Dabei lässt man sich in einem großen Reifen sitzend den Fluss hinunter treiben und hält zwischendurch in einer der zahlreichen „Strandbars“ an, um sich mit ein paar selbstgebrannten Reisschnäpsen (Lao Lao) wieder aufzuwärmen. Ein recht lustiges Unterfangen, doch leider mussten wir feststellen, dass es auf den letzten zwei Flusskilometern keine weiteren Bars gab und Fließgeschwindigkeit sehr stark abnahm. Ao mussten wir selber aktiv werden. Neben dem Tubing gab es aber noch weitere Highlights, wobei vor allem die Erkundung einer über zwei Kilometer langen Höhle, inklusive unterirdischem Strom, ein unvergessliches Erlebnis war.

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Als nächstes stand das wunderschön am Mekong gelegene Luang Prabang auf unserem Plan. Diese ehemalige Kolonialstadt beeindruckte vor allem durch ihre alten Gebäude und glitzernden Tempel mit den orange gekleideten Mönchen. Doch besonders schön waren die türkisblauen Pools und Wasserfälle eines in der Nähe gelegenen Parks, wo wir sogar etwas plantschten.

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Mit dem Bus ging es danach weiter in den bergigen Norden und nach einer einstündigen Bootsfahrt, bei der wir wegen Niedrigwasser auch mal einen Kilometer laufen mussten, erreichten wir das malerische Dörfchen Muang Noi. Dort konnten wir aber wegen etwas Zeitdruck nur einen Tag bleiben, bevor es in einem sehr stark leckendem Boot wieder die Stromschnellen hinunter zum Anschlussbus ging.

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Als abschließendes Highlight unseres Laosaufenthaltes stand eine Dschungelwanderung zu einem der vielen entlegenen Bergdörfer im Norden Laos auf dem Programm. In Luang Namtha organisierten wir eine achtköpfige Truppe zusammen und los ging es in den Urwald. Nach einem recht beschwerlichen Aufstieg erreichten wir am ersten Tag das Dorf und waren beeindruckt von der Lebensweise der Lahu, des dort lebenden ethnischen Stammes. Natürlich war man als Weißer das Tagesereignis für die Kinder, doch statt Süßigkeiten gab es Schreibzeug und Kinderbücher. Wir mussten dann aber feststellen, dass außer dem „Häuptling“ niemand laotisch sprach und die Kinder gar nicht zur Schule gingen. Aber trotzdem wurden die Geschenke gern genommen und zum Glück hatte einer unserer Mitstreiter noch eine Großpackung Luftballons mitgebracht.

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Am zweiten Tag war dann reine Dschungelwanderung angesagt und wir lernten etwas über die Essbarkeit verschiedener Pflanzen. Dementsprechend gab es zum Abendbrot in unserem Dschungelcamp gekochte Bananenblüte mit Rattan. Sehr interessant und lecker! Am dritten Tag wanderten wir wieder zurück in die Zivilisation und mit reichlich Lao Lao wurde noch etwas Petanque gespielt. Dann war unsere leider zu kurze Zeit im wundervollen Laos vorbei und nach etwas mehr Busfahren setzen wir auf dem Mekong nach Thailand über.Laos-24Laos-39 Laos-37