Dubai

Das arabische New York

Krasser hätte der Kontrast nicht sein können. Gerade waren wir noch in Afrika und sahen, was wahre Armut bedeutet. Jetzt stehen wir in Dubai zwischen einer Skihalle und einem 10-Millionen-Liter-Aquarium mitten in der arabischen Wüste. Offensichtlich haben es die Dubaier geschafft, Sand in Geld zu verwandeln. Natürlich dürfte auch das unter dem Sand liegende Öl dabei geholfen haben, dieses ehemalige Beduinendorf an einer Meeresbucht am Persischen Golf innerhalb von einem halben Jahrhundert zur pulsierenden Weltmetropole wachsen zu lassen. Inklusive dem höchsten Gebäude der Welt, einem 7-Sterne-Hotel und einer riesigen, bewohnbaren Palme im Meer.

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Ein Ort also, den man einmal im Leben gesehen haben sollte. Daher nutzten wir unseren Rückweg von Afrika nach Deutschland für einen Zwischenstopp, der dank Couchsurfing auch ins Budget passte. Ebenfalls hilfreich war das sehr gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz, inklusive klimatisierter Bushaltestellen. Denn während es in fast allen Gebäuden angenehme 22 Grad „warm“ ist, wird einem draußen die Kopfhaut bei maximal 50 Grad durchgebrutzelt. Entsprechend gern nahmen wir deshalb das kühlende Angebot der Dubai-Mall, dem weltgrößten Einkaufszentrum, an und bestaunten dort das besagte Aquarium mit seinen bis zu 2,5 Meter großen Haien. Noch spannender wurde es dann gegen Abend, als die Wasserfontainen-Shows vor dem Einkaufszentrum begannen. Wie vieles in Dubai ist auch dieses Spektakel mit seinen bis zu 150 Meter hohen Wasserwänden das größte der Welt.

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Und gleich nebenan steht ja auch gleich das weltweit höchste Gebäude, das Burj Khalifa. Knapp 830 Meter ragt dieser 163-stöckige Wolkenkratzer in den Himmel. Ein atemberaubender Anblick und ein Zeugnis dafür, was der Mensch leisten kann. Wir konnten uns leider den Besuch der Aussichtsplattform nicht leisten, beziehungsweise sahen keinen Nutzen darin, die Wüste von oben zu betrachten. Stattdessen machten wir eine kleine Rundtour entlang der Marina und sahen dort zahlreiche weitere, jedoch kleinere Wolkenkratzer. Viele davon kaum weniger spektakulär als das Burj Khalifa.

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Eher traditionell geht es dagegen in der Dubaier Altstadt zu. Hier können noch einige Gebäude aus den Zeiten vor dem Ölboom bestaunt werden. Die meisten sind jedoch extra neu gebaut worden, um den Touristen zumindest etwas authentische Kultur zu vermitteln. Im Original steht dagegen der alte Souk am Ufer des Dubai Creek. Dieser hat zwar heutzutage ebenfalls eher touristischen Charakter, trotzdem war uns die große Auswahl an exotischen Gewürzen, filigranem Goldschmuck und Kamelhaardecken einen Besuch wert.

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Zum Abschluss unseres Aufenthalts organisierte unser Gastgeber noch ein kleines Couchsurfertreffen und es ging in ein Open-Air-Kino auf dem Dach eines ägyptisch angehauchten Einkaufstempels. Dann war unser Kurzbesuch bei den Scheichs auch schon wieder vorbei und wir stiegen in einen weiteren gepflegten Emirates-Flieger in Richtung London. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Dubai-Besuchern zeigte die Gepäckwaage bei Abflug weniger an, als bei der Ankunft.

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