Botswana

Im Spreewald von Afrika

Die aufregenden Tage an den Viktoriafällen waren noch frisch im Gedächtnis, als uns schon das nächste Highlight der Tour erwartete, das wunderschöne Botswana. Als eines der sichersten und stabilsten Länder Afrikas liegt Botswana auch aufgrund seiner beeindruckenden Nationalparks hoch in der Touristengunst. Und zwei dieser Naturjuwelen wollten wir hier besuchen.
Kurz nach der Grenze erwartete uns der Chobe-Nationalpark, berühmt für seine riesigen Elefanten- und Kaffernbüffelherden. Zwar ließ sich kein Büffel blicken doch dafür bekamen wir eine Menge Dickhäuter zu Gesicht. So konnten wir unter anderem eine sehr direkte „Anmache“ eines Elefantenbullen mit seinem zweiten Rüssel beobachten. Sehr imposant. Doch die Dame wollte nicht und so konnten die fünf Liter Blut wieder ins Gehirn zurück gepumpt werden.

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Nicht weniger beeindruckend war danach ein Rudel Löwen, das sich nach erfolgreicher Jagd einfach mal entspannte. Aus nur drei Meter Entfernung sahen wir aus unserem offenen Jeep zu, wie sich die Löwendamen und -kinder ausgiebig putzten, räkelten und des öfteren kräftig gähnten. Da lief der Fotoapparat mal wieder heiß. Kurz darauf entdeckten wir eine Gruppe Zebramangusten, auch Mungos genannt, die gerade fleißig dabei waren, Insekten aus dem Boden zu scharren. Die waren soooo putzig, die Kleinen, dass wir uns gar nicht satt sehen konnten.

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Schlag auf Schlag ging es weiter und als nächstes beehrte uns ein großer Pavian-Klan. Auch hier schienen die Frühlingsgefühle stark ausgeprägt zu sein und es wurde munter Liebe gemacht. Zum Abschied winkte uns dann sogar ein süßes Elefantenbaby zu und mit einem breiten Lächeln und vielen neuen Fotos verließen wir Chobe und seine Tiere.

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Als nächstes stand das Okavango-Delta auf dem Programm. Im Gegensatz zu einem klassischen Delta mündet hier der Okavango-Fluss nicht ins Meer sondern endet im innländischen Kalaharibecken, wo er sich auffächert und allmählich versickert. Je nach Stärke der Regenzeit kann das Delta so bis zu 20.000 qkm groß werden. Von der Stadt Maun aus erkundeten wir das Kanalsystem des Okavango klassisch per Einbaum-Kanu. Ausgerüstet mit einer professionellen Stakerin (italienisch: Gondolera) ging es tief in das Wasserlabyrinth. Während uns die Sonne auf das Haupt prasselte, genossen wir immer neue Blicke auf seerosenbewachsene Seen und horchten angespannt auf eventuelle Nilpferdlaute.

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Am Nachmittag erreichten wir wohlbehalten unsere Basis, eine größere Insel im Herzen des Deltas. Dort sprangen wir erst mal ins erfrischende Nass, probierten uns auch einmal im Staken und erkundeten die Insel zu Fuß. Nach einem leckeren Abendbrot (s. Bild) gab es dann noch eine kleine Gesangs- und Tanzeinlage unserer Guides und es ging ab in die Zelte. Nachdem wir am kommenden Morgen noch Besuch von einer kleinen Elefantenfamilie hatten, fuhren wir wieder zurück ins Trockene.

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Doch wir hatten noch nicht genug vom Delta und so machten wir uns auf zum lokalen Flughafen, wo schnell ein Buschpilot samt seiner Cessna gechartert wurde. Zwar leerte sich damit die Reisebörse langsam bedenklich, doch der spektakuläre Blick von oben war es wert und dank der flugakrobatischen Einlagen unseres Piloten konnten wir noch einmal viele Tiere „hautnah“ erleben. Jedoch ließ die Qualität der bei 280 km/h und 80 Grad Neigung geschossenen Fotos etwas zu wünschen übrig. Aber der Spaßfaktor war umso höher.

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Damit war schon wieder ein Land weniger auf unserer Afrikaliste und das Ende der Reise rückte nun auch langsam bedenklich näher. Doch zwei tolle Wochen auf dem Truck warteten noch auf uns…

Ein Gedanke zu „Im Spreewald von Afrika

  1. Naja, sooo lecker sieht das Abendessen nun eher nicht aus… Hättet Ihr mal lieber ein Gnu geschossen 🙂 Aber nicht, dass hier die ganzen Tierschützer Sturm laufen, Ihr schiesst ja nur mit der Kamera! Aber das wirklich scharf! Tolle Fotos! Und jetzt soll nur noch ein einziger Bericht kommen? Was sollen wir denn dann lesen? Wir hätten auch gern mal ein paar Infos aus erster Hand, also meldet Euch mal zum Biergarten-Treffen, falls Ihr noch in Dresden oder Umgebung weilt.

    Liebe Grüße

    Juliane & Marcel

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